Projekt „tune in! Combating drop out“

Fachkräfte in der Aus- und Weiterbildung arbeiten mit Kolleg/innen aus anderen Ländern, um das Konzept der dänischen und österreichischen Produktionsschulen in den süd- sowie südosteuropäischen Partnerländern bestmöglich zu implementieren. Die Produktionsschulen in Dänemark und Österreich arbeiten auf Grundlage von „Work-based training“-Methoden sowie konstruktivistischen Handlungsansätzen. 

Ziel ist es, die bestehende hohe Jugendarbeitslosigkeit in den Partnerländern zu minimieren, indem man bestehende oder gefährdete Drop-out erkennt.

 

Erfolgreiche Drop-out-Präventionsmethoden und Ansätze (d.h. kompetenz- und arbeitsmarktorientierte Trainingsmethoden, Entwicklung von Sozialkompetenzen und Grundfertigkeiten, Ansätze im Hinblick auf selbstgesteuertes Lernen), die entwickelt und in den österreichischen BFI-Produktionsschulen umgesetzt wurden, werden in vier Partnerländern in Europa erprobt und implementiert.

Die Arbeit mit realen Produkten und Dienstleistungen für Kund/innen auf dem lokalen Markt ist ein wirksames Instrument, um jungen Menschen zu Stabilisierung zu verhelfen und ihre eigene Motivation zu finden, in einem zweiten Schritt wird der Zugang zum Arbeitsmarkt optimiert, dies wiederum führt zu einer Verbesserung des Lernprozesses. Die positiven Erfolgsraten zur Wieder-Eingliederung junger Menschen in den Arbeitsmarkt, die Schule oder in eine Aus- und Weiterbildung zeigt den Erfolg dieses Ansatzes.

 

Das Konsortium besteht aus sieben Partner/innen aus sechs europäischen Ländern. Das BFI OÖ (AT) zählt zu den größten österreichischen Bildungsanbietern mit langjähriger Erfahrung in der Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt (mehr als 600 Auszubildende / Lehrlinge pro Jahr) und ist auch für die Koordination dieses Projektes verantwortlich. Beim BFI OÖ wurden in den letzten 10 Jahren sechs Produktionsschulen in Oberösterreich etabliert. Der Verband der dänischen Produktionsschulen zählt 82 Mitgliedsschulen mit rund 15.000 jungen Teilnehmer/innen pro Jahr. Der Verein bietet Rechts-, pädagogische und politische Beratung und Fortbildungen für Lehrer/innen sowie Entwicklungs- und Mobilitätsprojekte für Produktionsschulen an. Dem Verein ist eine flächendeckende Umsetzung der Qualitätsstandards in der Praxis besonders wichtig. Sowohl das BFI wie auch der Dachverband der dänischen Produktionsschulen sind für die Übertragung der Konzepte in die Partnerländer verantwortlich. IFA (AT) ist für die Projektevaluation zuständig.

FMA aus Spanien, ISQ aus Portugal und ENAIP Veneto aus Italien zählen zu großen und gut etablierten Berufsbildungseinrichtungen in den jeweiligen Ländern und Ozara d.o.o. aus Slowenien konzentriert seine Arbeit auf die Ausbildung und Arbeitsmarktintegration für benachteiligte Gruppen.

 

7 Partner/innen aus 6 europäischen Ländern arbeiten zusammen mit dem Ziel, „Work-based training“-Methoden, Richtlinien zur Erkennung von Drop-out-Gefährdung und einen Workshop für Trainer/innen in VET Institutionen zu entwickeln. Aufgrund gemeinsamen Erfahrungsaustausches, sollen diese Produkte während der Projektlaufzeit, teils neu kreiert, teils erweitert werden.

 

Zu den Themen zählen: 

  • „Work-based training“-Methoden
  • konstruktivistische Ansätze und deren Umsetzung
  • sozialer Dialog
  • Berufsorientierung/ Stärkung des Selbstwertgefühles/ Erfahrungsaustausch
  • Nachhaltigkeit
  • Nutzen und Verbreitung der Ergebnisse

 

Vier Partnerländer (Spanien, Portugal, Slowenien und Italien) versuchen die weiterentwickelten Methoden in ihr nationales System sowie in die Organisationsstruktur umzusetzen. Jede Partnerinstitution hat gute Verbindungen zu nationalen, über- und regionalen Kooperationspartnern, die für die Umsetzung des Projektes von hoher Bedeutung sind.

 

Evaluation und Öffentlichkeitsarbeit werden als wichtige Bestandteile innerhalb des Projektes verstanden. 

 

Das Projekt 

  • transferiert erfolgreiche Drop-out-Präventionsmethoden und Erfahrungen der österreichischen und dänischen Produktionsschulen in vier europäische Partnerländer
  • stellt vorhandene Methoden in eine Materialsammlung, tune in!-Toolbox, zusammen und erweitert diese um weiterführende Methoden, die innerhalb der Projektlaufzeit entwickelt und erprobt werden
  • erstellt Richtlinien für Trainer/innen zum Erkennen von Drop-out-Gefährdung
  • entwickelt einen Train-the-Trainer-Workshop, der im Sinne eines europäischen Standards in allen Partnerländern umgesetzt werden kann
  • entwickelt bedarfsgerechte Präventionsmethoden, Konzepte und Methoden zur Drop-out-Prävention, abhängig von den jeweiligen Möglichkeiten und Strukturen der einzelnen Partnerländer

 

Project partners

This project has been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein. LLP-LDV-TOI-13-AT-0001